Bild Formate

Welches Bildformat?

Egal was auch immer behauptet wird – es gibt nicht DAS perfekte Bidlpeicherformat!
In welchem Format ein Bild abgespeichert wird sollte letztendlich abhängig davon sein, was man weiterhin mit dem Bild machen möchte.
Werden die Fotos von Privatleuten archiviert, in Fotobüchern eingebunden? Sollen die Bilder großformatig gedruckt werden? sollen die Bilder weiterbearbeitet werden?
Immer stellt sich das Problem den richtigen Kompromiss zwischen Qualität, Kompression und anderen Faktoren zu finden.  Wichtig ist auch die Frage ob die Bilder IPTC- und EXIF Daten enthalten sollen. Das Bildformat hängt also immer von der Aufgabe des Bildes ab.
Man sollte also die Eigenschaften der einzelnen Dateitypen kennen um für sich das richtige Format zu wählen.

Hier werden die wichtigsten erläutert:

JPEGJPEG2000 + JPEG XR, TIFFGIFPNG

weiterhin zu erwähnen wären auch:

PSD: Für die tägliche Arbeit
Dieses Format bietet sich für die tägliche Arbeit an, also zum Speichern von Masterdateien und Arbeitskopien. PSD-Dateien enthalten alle Angaben zu Ebenen, Effekten, Masken, Stilen oder etwa Smart Objects. PSD unterstützt Dateigrößen bis maximal zwei GByte.

PSB: Für Bilder im XXL-Format
Sobald Fotos das interne Photoshop-Limit von 30.000 x 30.000 Pixeln überschreiten (zum Beispiel Panoramen und Poster), benötigen Sie PSB. Es verkraftet Fotos bis zu einer Größe von 300.000 x 300.000 Pixeln.

DNG: Für die Langzeitarchivierung
DNG (Digital Negative) ist ein offenes Archivformat
für die von Digitalkameras erzeugten Rohdaten (RAW). DNG soll sicherstellen, dass RAW-Daten auch in ferner Zukunft lesbar sind – unabhängig von der weiteren technischen Entwicklung. Sie können Fotos im RAW-Format direkt in DNG umwandeln, sobald
Sie diese mit Photoshop öffnen. Vorteil: Es kann jederzeit auf das Original zurückgegriffen werden.

RAW: ist kein universelles Datenformat
Profis fotografieren in RAW. Das Rohdatenformat
ist aber nicht vergleichbar mit JPEG oder TIFF, sondern kameraspezifisch und muss zum Weiterverarbeiten in eines der Standardformate umgewandelt werden.

Sie können also von folgendem ausgehen:

Wenn sie ihre Bilder archivieren wollen, in z.B. ein Fotobuch einbinden möchten und nicht besonders großformatig ausdrucken möchten sollten sie ihre Bilder im Jpeg Format speichern. Besonders geeignet ist dieses Format für Privatanwender.

Wenn ihre Bilder in größeren Format gedruckt werden sollen eignet sich besonders das Tiff Format. Besonders geeignet für Anwender die sich um geringen Speicherplatz nicht sorgen müssen.

Wenn sie ihre Bilder in verlustfreier, unkomprimierter Art gespeichert haben möchten, um selber an den Bilder zu Arbeiten wie z.B. in Photoshop sollten sie in jedem Fall das Tiff oder Psd Format bevorzugen.

Glosar:

Alphakanal
Der Alphakanal wird genutzt, um zusätzliche Informationen in einem Digitalfoto zu transportieren. Konkret geht es um die sogenannten Transparenz-Informationen, also ob einzelne Bildpunkte durchsichtig sind und wie stark diese Transparenz jeweils ist.

Artefakte
Darunter versteht man Bildfehler aller Art, die durch die digitale Datenkompression entstehen. Bei hohen Kompressionsraten sind die Artefakte mit bloßem Auge zu erkennen.

CCITT
Kürzel für Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique. Hierbei geht es um Kompressionsverfahren für die verlustfreie Übertragung von Schwarzweißbildern beim Fax und beim Scanner. CCITT/4 erlaubt eine stärkere Kompression als CCITT/3.

CMYK
Steht für Cyan, Magenta, Yellow, Key (Schwarz). Ein Farbraum für Drucksysteme.

Huffman-Algorithmus
Eine Kompressionsmethode, die darauf beruht, dass häufig auftretende Zeichen durch kurze Codes ersetzt werden. Dieser Algorithmus wird bei JPEG, ZIP und GZIP verwendet.

ICC
Abkürzung für International Color Consortium. ICC definiert Farbstandards. Zu den bekanntesten gehört das ICC-2.0-Profil.

Kompressionsalgorithmen
Spezielle mathematische Verfahren, mit denen die Größe einer Datei reduziert wird. Bekannte Beispiele aus der Praxis: LZW und RLE.

LAB-Farbraum
Der sogenannte LAB-Farbraum ist ein Referenzfarbraum, der alle Farben umfasst, die ein Mensch sehen kann. In diesem Modell enthalten sind unter anderem die Farben des RGB- und des CMYK-Farbraums.

LZW
Dieses Kürzel steht für Lemple-Zif-Welch. LZW ist eine verlustfreie Komprimierungsmethode, die von den Dateiformaten TIFF, PDF, GIF und Postscript unterstützt wird. Die besten Resultate erzielt LZW bei Fotos mit großen, einfarbigen Flächen.

Lossless-Methode
Dabei wird die Datei so geschickt komprimiert, dass keine Bilddetails oder Farbinformationen verloren gehen. Dafür ist der Kompressionsfaktor gegenüber Lossy-Methoden limitiert.

Lossy-Methode
Dieses Verfahren geht auf Kosten der Detailgenauigkeit. Die Bildqualität spielt eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist die endgültige Größe der Datei. Beispiele sind GIF und JPEG (beides wichtige Formate fürs Web).

RLE
Diese Abkürzung steht für „Run Length Encoding“. Diese Komprimierungsmethode arbeitet ebenso wie LZW verlustfrei. Bei RLE werden Passagen mit sich wiederholenden beziehungsweise identischen Zeichen zusammengefasst. Man sollte RLE nicht zur Kompression komplexer Farbbilder verwenden.

sRGB
Das Kürzel sRGB (Rot, Grün, Blau) steht für Standard-Monitor-Farbraum. Gedacht ist sRGB in erster Line für Bilder, die am Monitor betrachtet werden. Es wird ebenso von zahlreichen Geräten, etwa Druckern, unterstützt.

Wavelet-Kompression
Ein weiteres, sehr aufwendiges mathematisches Verfahren, um die Datenmenge in einem Bild zu reduzieren.

ZIP
Eine verlustfreie Komprimierungstechnik, die von den Formaten PDF und TIFF unterstützt wird. Wie LZW ist die ZIP-Komprimierung für Bilder mit großen, einfarbigen Flächen am besten geeignet.

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